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November 25
Komplette Benutzer Profile auf Staging Farmen replizieren

Betreiber von SharePoint Staging Farmen kennen das Szenario: Echte Daten von Benutzerprofilen der produktiven SharePoint Systemen stehen in Test oder Entwicklungsumgebungen nicht zur Verfügung. Zwar lassen sich Active Directory Daten auch auf Staging Farmen importieren, voll gepflegte Profile stehen aber meist nur bei einigen Test Benutzern zur Verfügung.

Um Daten von Benutzerprofilen farmübergreifend gleich zu halten, müssen diese repliziert werden. Hierfür bietet Microsoft ein kostenloses Tool an, welches genau dies ermöglicht.
Die User Profile Replication Engine ist Bestandteil des Microsoft SharePoint 2010 Administration Toolkit v1.

Ist diese auf einem SharePoint 2010 Server installiert, können Benutzerprofile fremder Farmen in die eigene Benutzerprofil Service Application importiert werden:

User Profile Replication Engine

​Technisch wird diese Replikation durch PowerShell Befehle ermöglicht. Richtig geskriptet lässt sich ein regelmäßiges Kopieren der Daten realisieren. Voraussetzung für eine erfolgreiche Replikation sind richtig gesetzte Berechtigungen, damit die Daten von der Quell-Farm gelesen werden können.
Alles in allem ist das Einrichten einer solchen Replikation keine sehr aufwendige Sache, bringt jedoch einen großen Benefit: Testen in Staging Umgebungen ist durch die Verwendung von ‚echten‘ Daten sehr viel produktionsnaher.

Weitere Replikations-/Anwendungs-Szenarien:

  • Replizieren von Benutzerdaten auf produktive Farmen an anderen Standorten (verteilte Farmkonzepte)
  • Migration von Benutzerdaten aus SharePoint 2007 Farmen (benötigt kumulatives Updatepaket von Juni 2010) auf eine neue SharePoint 2010 Umgebung
Juli 28
Einschränkungen in der Suche von SP 2010

So schön und so hilfreich die schöne neue SharePoint 2010 Welt ist, in der Praxis zeigen sich an einigen Stellen aber auch kleinere Schwächen. So gibt es die ein oder andere Funktion, die zu Irritationen bei den Anwendern führen kann.

Hier zwei bemerkenswerte Phänomene aus dem Bereich „Search“, mit denen wir bei Kundenprojekten konfrontiert waren.

Vermeintlich fehlende Suchtreffer

Bei einem Kunden hat die SharePoint Suche zu einer Suchanfrage nur 9 Treffer geliefert, wo eine andere Suchlösung basierend auf dem Indexing Dienst des Windows Server 132 Treffer ausgespuckt hat.

Mit anderen Suchbegriffen hat man aber die fehlenden Dokumente auch über die SharePoint Suche gefunden. Sie waren also im Index. Das Verhalten ließ sich sowohl für SP2007 wie auch über den Search Server Express 2010 reproduzieren. 

Im Endeffekt hat das Feature: "Doppelte Treffer entfernen" das Problem verursacht. Die Dokumente waren allesamt Briefe in Word, die sich nur durch die Adressaten und ein paar Details im Text unterschieden haben und SharePoint hat diese als Duplikate erkannt und die vermeintlichen mehrfachen Treffer einfach ausgeblendet. Leider hat die Suchergebnisseite auch keinen Hinweis auf die Ausblendung gegeben. Für die Benutzer war das aber super verwirrend. Wenn man es weiß, gibt es aber eine sehr einfache Lösung: die Option „Duplikate erkennen“ lässt sich im Suchcenter ganz einfach ausblenden.

Facetten beziehen sich nur auf die Inhalte der jeweils angezeigten Trefferseite

Die Facettensuche ist ein neues Feature von SP 2010 und ermöglicht dem Anwender das angezeigte Suchergebnis anhand von bestimmten automatisch angezeigten Merkmalen (z.B. Metadaten, Name des Autors, Änderungszeitpunkt etc.) einzuschränken bzw. zusätzlich zu filtern.

FacettenSuche.png

Allerdings berechnet die Facettensuche von SP2010 die angezeigten Merkmalsausprägungen immer nur auf Basis der ersten Trefferseite. Die angezeigten Facetten ändern sich also, wenn man zur zweiten und dritten Seite navigiert. Dies führt dazu, dass man leicht relevante Treffer übersieht, wenn man das Ergebnis basierend auf den Facetten einschränkt.
 
Der Grund dafür sind Performance-Optimierungen. Es scheint eine sehr grundlegende Architektur-Entscheidung in der SharePoint Suche zu geben, die solche Abfragen extrem langsam machen.
 
Das gleiche gilt z.B. für die Anzeige der Treffer-Anzahl. Es wird bei mehreren Suchseiten immer nur eine ungefähre Anzahl Treffer zurückgeliefert. Erst wenn man auf die letzte Ergebnisseite durchgeklickt hat sieht man die tatsächliche Trefferzahl. Programmiert man eine eigene Suchlösung auf Basis der SharePoint Suche so kann man zwar die exakte Trefferanzahl anzeigen lassen, die Performance leidet aber stark darunter (rein subjektiv mindestens Faktor 3), was die Akzeptanz der Suche gefährden kann. Man muss also genau abwägen, was wichtiger ist.
 
Die Lösungsmöglichkeit besteht durch eine Anpassungsentwicklung der Facettensuche, wobei hier die Perfomance im Blick behalten werden muss. Alternativ kann auch auf die Erweiterung FAST Search for SharePoint zurückgegriffen werden.

Juli 23
Vorlagen für Sites unter SP 2010 als Site Definitions erstellen

Wie schon unter SharePoint 2007 lassen sich auch unter SP 2010 Vorlagen für eine Website auf zwei Arten erzeugen, nämlich entweder über die Option "Site als Vorlage speichern" im Bereich der Site Administration oder programmatisch als sog. Site Definition. Die Unterschiede werden hier erklärt: SharePoint Site Template Vs Site definition

Bei der Realisierung von Site Definitions unter SP 2010 gibt es jedoch einige Besonderheiten zu beachten, die eine zusätzliche Herausforderung für den Entwickler darstellen:
 
Im SharePoint 2010 wird bei der Erstellung einer TeamSite (und anderen) standardmäßig das "WikiFeature" mit aktiviert.
Dieses hat zur Folge, dass die Startseite (und auch eventuell danach erstellte Seiten), aus einer anderen Vorlage erstellt werden. Hier wird ein RichtTextFeld platziert wird, in dem der Benutzer, der die Seite bearbeitet nach Lust und Laune Content und  WebParts hinzufügen kann.
Durch die Verwendung des Features wird die Default-Homepage von ../default.aspx abgeändert zu ../SitePages/Home.aspx, was das bisherige Vorgehen beim Webpart-Deployment nicht mehr möglich macht.
Die "normale" Default.aspx ist zwar weiterhin vorhanden (für den Fall, dass das Wikifeature deaktiviert wird).
 
Das Platzieren von Webparts auf WikiPages ist zwar grundsätzlich möglich, allerdings muss hier zum einen die Seitenstruktur (wie viele RichTextFelder wo platziert werden), sowie der Content und die Platzierung der WebParts im Code nachgebildet werden.
 
Darüber hinaus ist für das Platzieren der Webparts eine sehr umständliche Prozedur entwickelt worden (die auch so von Microsoft verwendet wird).
 
Eine zusätzliche Schwierigkeit stellt die Tatsache dar, dass die Home.aspx nach dem Provisioning mit dem Default-Content von Microsoft überschrieben wird, das heißt alle Änderungen, die während der Bereitstellung/Erstellung der Sitecollection gemacht wurden werden somit gelöscht.
 
Die Möglichkeit, die sich dem Entwickler hier bietet ist, die Default-Homepage zu kopieren, das kopierte Element anzupassen und dieses wiederum zur neuen Homepage der gerade eben erstellen SiteCollection zu machen.
  
Lange Rede kurzer Sinn: Das Erstellen einer SiteDefinition mit Anpassung der Startseite (oder mehreren Seiten) gestaltet sich durchaus als besondere Herausforderung.
Dies bedeutet zum Einen einen höheren Aufwand in der Umsetzung. Zum anderen muss vor der Erstellung der SiteDefinition die Struktur der Startseite komplett feststehen (grundlegendes Html-Gerüst, sowie Formatierung und genaue Position der Webparts im Content).
Juli 13
Projekt "eLearning" auf Basis von SharePoint

Im Rahmen eines Kundeprojektes wurde eine Lösung auf Basis von SharePoint 2007 Server erstellt, die über eine Extranet-Webseite elektronische Trainings (Lerneinheiten) für externe Anwender aus dem medizinischen Fachbereich anbietet.

Die Lerneinheiten basieren auf dem allgemein anerkannten Standard SCORM, einem Referenzmodell für austauschbare elektronische Lerninhalte. Die erstellte Lösung kann jede Lerneinheit, die darauf aufbaut einbinden.

Eine besondere Herausforderung war, eine Umgebung bereitzustellen, die für Anwender ansprechend und intuitiv bedienbar ist, auch wenn die SharePoint Umgebung ansonsten vollkommen unbekannt ist.

untitled.bmp
Das Lösungsszenario

Nach einer Selbstregistrierung und seiner Zuordnung zu einer Zielgruppe kann der Anwender eLearning Kurse oder Tests aus einem Katalog auswählen und starten.
Für jede Trainingseinheit gibt es eine Detailseite, die einen Überblick über die einzelnen Möglichkeiten der Trainingseinheit gibt. Hier können Aktionen wie zum Beispiel „Kurs durchführen“, „Test durchführen“ gestartet werden. Während der Durchführung der Lerneinheiten kann der Anwender jederzeit seinen aktuellen Lernfortschritt (gelesene Seite, beantwortete Fragen etc.) speichern und diesen zu einem späteren Zeitpunkt nachvollziehen.

FlasheLearning.png

Am Ende der Lerneinheit und nach einem bestandenen Test kann der Anwender ein Zertifikat anfordern, das ihm auf dem Postweg zugestellt wird. Zudem kann er eine Bewertung und einen Kommentar hinterlegen.

 

RatingeLearning.png

Diese Lösung steht mehrsprachig zur Verfügung, wobei die Standardsprache englisch ist.
 

Die technische Realisierung

Die Umsetzung erfolgt auf Basis von SharePoint Server 2007 Farm, die bereits für die Verwendung im Extranet in einem früheren Projekt erstellt wurde. Dabei wurde eine alternative Authentifizierung für SharePoint eingerichtet, bei der die Authentifizierungsdaten der externen User nicht im Active Directory, sondern in einer SQL-Datenbank gespeichert und verwaltet werden.
Die Selbstregistrierung erfolgt über eine entsprechende webbasierte Formularmaske. Die Werte werden in einer XML Datei gespeichert. Daraus wird mit Hilfe eines Event Receivers ein User Profil erstellt und danach automatisch eine Willkommens-Mail versendet.
 
Über ein Umleitungswebpart erfolgt die Weiterleitung des Users abhängig von der im Profil hinterlegten Sprache zu der korrekten Sprachsite.
Die Kurse und Tests wurden in Dokumentbibliotheken gespeichert. Jeder Kurs oder Test ist ein Ordner mit Metadaten zu den Kursdetails. Über ein entwickeltes Webpart und eine ASPX-Seite werden die Kurse/Tests den Anwendern in einer personalisierten Form aufbereitet dargestellt.
Die eigentliche Lerneinheit wird in Form einer Flash-Datei bereitgestellt und in den jeweiligen Ordnern gespeichert.
 
Das Feedback in Form von 5 Sternen, die der User anklicken kann, wurde über ein jQuery Modul realisiert. Erst ab SharePoint 2010 steht diese Möglichkeit bereits out-of-the-box zur Verfügung.
Die Anforderung des Zertifikats wurde mit Hilfe eines Javascript-Moduls umgesetzt, das einen automatischen Eintrag in eine SharePoint Liste durchführt.

 

Juli 12
Collaboration Features Part 2: Circulation List

Hier der 2. Teil aus der Reihe "Neue Collaboration Features in 2010":
(Link zum ersten Teil: http://blog.ipi-gmbh.com/IPIKnowledge/Lists/Beitraege/Post.aspx?ID=14 )

Diesmal geht es um eine weitere Liste, die durch das SiteFeature "Group Work List" zur Verfügung gestellt wird: die Circulation-List bzw. Umlauf-Liste.
Zweck dieser Liste ist es, Nachrichten oder auch Dokumente an ausgewählte Empfänger/Team-Mitglieder zu verschicken, wobei jeder Empfänger bestätigen kann/muss, dass er die Information erhalten und gelesen hat.

Bei TeamSites stellt das Feature lediglich die Listen-Definition zur Verfügung. Die Liste kann dann manuell hinzugefügt werden.
Im Template "Group Work Site" ist diese Liste per Standard angelegt.

Das zugehörige SiteFeature:

071210_1211_Collaborati1.png

Die Liste im Dialog "Neue Liste anlegen":

071210_1211_Collaborati2.png

Das Formular zum Anlegen eines neuen Umlaufs:

071210_1211_Collaborati3.pngÜber den Button "Attach File" können auch Dokumente in den Umlauf gebracht werden!

Über "Allow Editing" kann festgelegt werden, ob Nutzer den Inhalt des Umlaufs editieren dürfen. (Der Ersteller darf natürlich weiterhin den Inhalt editieren)

Wie bei der Phone Call Memo Liste kann die Nachricht als "Vertraulich" eingestuft werden. (Die Technik dahinter ist analog zur Phone Call Memo, d.h. die Berechtigung wird unterbrochen)

Die Circulation-Liste wird mit 4 Ansichten geliefert, die Filter auf den Status "Confirmed" und den aktuellen Nutzer darstellen:

071210_1211_Collaborati4.png
Das Interessante an dieser Liste ist, dass jeder Empfänger die Möglichkeit hat, über einen eigenen Button in der Ribbon-Leiste den Erhalt zu bestätigen.

071210_1211_Collaborati5.png
Anhand der Spalte "Status" kann nachvollzogen werden, ob die Nachricht von allen gelesen wurde.

In der Detail-Ansicht des Listenelements sieht man dann, wer wann "confirmed" hat und von wem die Bestätigung noch aussteht.
Kommentare, die beim Editieren hinterlegt werden können, sind ebenfalls sichtbar.
Man beachte auch den "Copy Circulation"-Button, mit dessen Hilfe der Umlauf kopiert werden kann.
Über "Disconfirm" kann die Bestätigung rückgängig gemacht werden.
 

071210_1211_Collaborati6.png

Die Circulation ist ein eigener ContentType, daher kann wunderbar mit Policies und Workflows auf ContentType-Ebene gearbeitet werden.
Die Liste enthält auch einen zweiten ContentType: die "Official Notice"

071210_1211_Collaborati7.png

Dort fehlen lediglich die Spalten "Kommentar" und "Allow Editing".

Mit dieser Liste lassen sich einfache Umlauf-Workflows generieren.
Wenn man nachvollziehen möchte, dass jeder die Info bekommen und aktiv bestätigt hat, eine sinnvolle Mini-Applikation!
Juli 09
Collaboration Features Part 1: Phone Call Memo List

Ich möchte an dieser Stelle auf neue Collaboration Features von SharePoint 2010 eingehen, die nicht so bekannt sind, aber sehr hilfreich sein können.

Die Reihe startet mit der Liste "Phone Call Memo", die zu einer TeamSite hinzugefügt wird, wenn man das "Group Work Lists"-SiteFeature aktiviert.
Im Template für die "Group Work Site" ist diese Liste standardmäßig dabei, bzw. das entsprechende Feature ist bereits aktiviert.

Sie bietet Funktionen, die über das Standardverhalten einer SharePoint-Liste hinausgehen und ist deshalb einen Blick wert.

Genutzt wird die Liste, um Team-Mitgliedern anzuzeigen, dass jemand für sie angerufen hat. Die Empfänger haben dann die Möglichkeit, die Angelegenheit als "erledigt" zu markieren. Entsprechende Views unterstützen hierbei.

Idealerweise sollten damit Emails mit dem Inhalt "xyz hat für dich angerufen" der Vergangenheit angehören. Zudem kann jederzeit nachverfolgt werden, ob der Empfänger der Nachricht der Sache nachgegangen ist. Lästiges Nachfragen wird somit vermieden.

So sieht das Formular für die Anlage einer Phone Call Memo aus:

070810_1336_UnsungColla1.png

Als Empfänger der Memo werden also SharePoint-User ausgewählt.
Die Nachricht kann zudem als "Vertraulich/Confidential" markiert werden.
Die Vertraulichkeit wird in diesem Fall tatsächlich über eine Berechtigungs-Vererbungs-Unterbrechung auf List-Element-Ebene hergestellt! (Wie folgender Screenshot beweist)
Hierbei erhält der Ersteller Vollzugriff und der Empfänger Contribute-Rechte

 

070810_1336_UnsungColla3.png

Es stehen 4 vordefinierte Views zur Verfügung, die hauptsächlich Filter auf den aktuellen User und die "Erledigt"-Eigenschaft darstellen:

070810_1336_UnsungColla4.png
Eine weitere Besonderheit dieser Liste stellt die Möglichkeit für den Nutzer dar, die Memo als erledigt zu markieren. Dies geschieht über eine eigene Schaltfläche "Resolve" in der Ribbon-Oberfläche, was aber nur in der Ansicht "My Unresolved Memos" funktioniert:

070810_1336_UnsungColla5.png

Bereits als "Erledigt" markierte Elemente können auch wieder als "Unerledigt" ("Unresolve") markiert werden.

Weiterhin können beliebig viele Kommentare hinterlegt werden. Diese Funktion steht ab dem ersten Editieren zur Verfügung. Genutzt wird die Eigenschaft einer mehrzeiligen Spalte, mehrere Texte fortlaufend hintereinander zu schreiben. (Mit Zeitstempel und Erfasser)
Die "Phone Call Memo" ist ein eigener ContentType, es kann also mit Policies und Workflows auf ContentType-Ebene gearbeitet werden!
 
Zusammen mit einer Benachrichtigungs-Funktion (z.B. als SMS – eine weitere neue Funktion von SharePoint 2010) wird das zu einer kleinen sinnigen Applikation für die Team-Arbeit.

 

Juli 03
Visio Data Graphics

Mit Visio 2010 kann man nicht nur hübsch malen, sondern auch Daten visualisieren. Diese dürfen aus Excel, Access oder SQL DBs kommen (wie schon in 2007) oder auch aus SharePoint Listen.
Ausgeben kann man das Ganze dann wiederum in SharePoint 2010 mit den Visio Services, oder aber als Web Export in SharePoint 2007. Letzeres geht in 2010 nicht mehr, weil SharePoint sich weigert HTML Seiten aus Bibliotheken anzuzeigen und sie nur zum Download anbietet.
Man kann sogar ganze Lösungen mit Visio bauen, weil man z.B. das Selektieren eines Shapes in der Grafik als Filter an ein anderes Webpart geben kann, oder URLs an die einzelnen Shapes knüpfen kann. Auch umgekehrt kann man über eine JavaScript API Shapes in Visio Highlighten oder Ausblenden, wenn man in einem anderen Webpart was klickt.
 
Hier ein kurze Anleitung wie man grundsätzlich vorgeht.
  1. Zuerst Daten in Visio importieren über die Ribbon Leiste Daten und den Befehl "Daten mit Shapes verknüpfen". Dort kann man eine URL für SharePoint eingeben (nur bis zur Subsite, Liste kann man anschließend auswählen). Anschließend sieht man die Datensätze unterhalb der Seite.
  2. Anschließend sucht man sich ein Shape aus, welches man für die Visualisierung nutzen will und schaut nach, welche Shape-Daten dort schon hinterlegt sind (Rechtsklick auf ein solches Shape in der Seite => Daten => Shape-Daten definieren). Wenn die benötigten Daten noch nicht vorhanden sind, dann legt man sie an.
  3. Die Shape-Daten müssen vom Namen her zu den externen Daten (hier SharePoint) passen. Das kann man durch Anpassen der SharePoint Spalten, der Visio Shape-Daten, oder am einfachsten über ein Mapping der Spaltennamen in Visio erreichen. Also dort Rechtsklick auf die Daten => Spalteneinstellungen. Nicht benötigte Spalten abhaken und die gewünschten neu Sortieren und umbenennen, so dass sie zu den Shape-Daten passen.
  4. Jetzt kann man das angepasst Shape aus der Seite zum Master-Shape machen. Dazu links im Shapes Aufgabenbereich unter "Weitere Shapes" => "Meine Shapes" die Favoriten anzeigen und das Shape aus der Seite dort hineinziehen.
  5. Einzelne Datensätze auf die Seite ziehen und aufpassen, dass links das gerade neu erstellte Mastershape sichtbar ist. Die grafische Anordnung muss man manuell machen. Die Beschriftung übernimmt Visio automatisch aus den SharePoint Daten, von denen man natürlich nur einen Teil sieht. Damit man weiß, welche Datensätze schon verwendet wurden, bekommen diese ein Linksymbol.
  6. Unter Daten => Datengrafik => Datengrafik bearbeiten kann man jetzt auswählen, welche Daten man wie angezeigt haben will. Für Texte kann man die Position, Schriftgröße und ob Beschriftung oder nicht auswählen. Für numerische Werte lassen sich Balken einblenden. Sehr schön ist auch die Möglichkeit verschiedene Icons anzuzeigen, je nach Element einer Choice-Spalte oder numerischen Bereichs einer Zahlenspalte.
  7. Nun das ganze Abspeichern. Am besten erst lokal als vsd und anschließend nach SharePoint 2010 als VWD, Visio Web Drawing. Letzeres kann dann von dem Visio Services Webpart direkt angezeigt werden, bzw. wenn man in der Bibliothek öffnen im Browser einstellt auch direkt beim Klicken auf die Datei.
Etwas schwieriger wird es, wenn man selbst ein bestimmtes Shape bauen will, das verschiedene Daten direkt innerhalb des Shapes an einer definierten Stelle anzeigen soll.
  1. Dazu sollte man als erstes den Entwickler-Modus einschalten. Datei => Optionen => Erweitert => ziemlich unten unter der Überschrift "Allgemein" die Option "Im Entwicklermodus ausführen" anklicken. Dadurch erhält man eine neue Ribbon-Leiste "Entwicklertools" bei der insb. das ShapeSheet interessant ist.
  2. Als nächstes das gewünschte Shape vorbereiten und in die Favoriten der Master-Shapes ziehen wie oben unter 4 beschrieben. Dieses dort mit Rechtsklick Mastershape bearbeiten => Mastershape bearbeiten öffnen.
  3. Dort kann man dann mit Einfügen => Feld die Daten an die Platzhalter binden. Die Schwierigkeit ist: bei den Feld-Typen Shape-Daten sieht man nur diejenigen, die direkt an den aktuell ausgewählten Platzhalter gebunden sind. Daher muss man in der Regel über Benutzerformel gehen und dort als Wert so etwas in der Art wie
    =Sheet.5!Prop.Row_2
    eingeben. Sheet.5 ist dabei der Name des Shapes, an das die Daten gebunden sind. Prop ist das "Property-Bag" und Row_2 wäre der interne Name des Shape-Daten, die man binden möchte. Die werden einfach mit Row_1, 2, 3 durchnummeriert, wenn man nicht selbst interne Namen vergibt. Im Entwicklermodus kann man die Namen aber direkt bei der Definition der Shape-Daten angeben.
    Achtung: es ist mir bisher nicht gelungen auf Daten aus dem übergeordneten Gruppen- oder Master-Shape Objekt zugreifen zu können. Man kann nur auf Daten von Shapes zugreifen, die quasi auf der gleichen Ebene liegen. Wie die Shape-Hierarchie aussieht kann man sehr gut über den Master-Explorer der Entwicklertools sehen.
  4. Man kann übrigens auch mehrere Felder im gleichen Textplatzhalter unterbringen, wenn man in den Text-Bearbeitungsmodus wechselt und ein Leerzeichen, Return oder ähnliches zwischen die Felder macht.
  5. Besonders trickreich muss man sein, wenn man Hyperlinks hinterlegen will. Dazu einen Hyperlink auf eine Dummy-Adresse einfügen und anschließend in das ShapeSheet des Shapes wechseln. Dort gibt es dann einen eigenen Bereich Hyperlinks, der erst dann verfügbar ist, wenn das Shape einen hat. Dort kann man dann unter Address eine Formel der selben Form wie unter 3 einfügen und sogar erweiterte Parameter setzen, wei z.B. öffnen in neuem Fenster.
    Hinweis: Die kodierte absolute URL funktioniert nur bei Dokumenten. Wenn man auf Listenelemente verlinken will, dann muss man sich selbst etwas zusammenbasteln in der Form Coded_Absoulte_URL & "/../DispForm.aspx?ID=" & ID
  6. Schließlich muss man noch mit dem SelectMode aufpassen. Dieser ist ebenfalls über das ShapeSheet, diesmal aber des Master-Shapes, bzw. der obersten Gruppe erreichbar. Dort kann man einstellen, ob der Benutzer nur die ganze Gruppe auswählen kann, beim ersten Klick die Gruppe, dann aber auch einzelne Sub-Shapes oder direkt beim ersten Klick das Sub-Shape. Dies ist wichtig, weil darüber auch die Daten-Eingabe läuft. Hat man das falsche ausgewählt, dann werden die Shape-Daten nicht angezeigt, weil sie ja an einem anderen Shape dranhängen. 

Juni 06
Whitepaper zu Limits in SharePoint 2010

Microsoft hat ein wichtiges Whitepaper herausgegeben, in dem die Limits und Grenzen von SharePoint 2010 dargestellt werden. Hier wird z.B. erläutert, wieviele Dokumente pro Dokumentbibliothek, Sites je Sitecollection erlaubt sind oder wie groß maximal eine Sitecollection werden darf. Nur wenn diese Werte eingehalten werden, ist eine Lösung unter SharePoint 2010 seitens Microsoft noch supported.

Das Dokument ist für unsere Consultants ein sehr grundlegendes Dokument, weil sich danach auch die mögliche Architektur und die Strukturierung einer SharePoint Umgebung ausrichten muss.
 

 

Juni 06
KWizCom Tagging Feature für SharePoint 2010

Das Tagging Feature von KWizCom steht nun auch für SharePoint 2010 zur Verfügung, sowohl für Server als auch Foundation: 

KWizCom's SharePoint Tagging Feature provides a complete taxonomy management solution for SharePoint 2007/2010. This all-in-one solution is now available in v3.1.00 for SharePoint 2007, and in v13.1.00 for SharePoint 2010. KWizCom's SharePoint Tagging Feature supports both Web 2.0-style tagging and hierarchical/structured categories for SharePoint environments that support document management, collaboration workspaces, portals, internet web sites and other applications that improve individual and organizational productivity.
Das Tagging Feature stellt einen Spaltentyp zur Verfügung. Der Nutzer braucht im Gegensatz zu SP 2010 Tagging Schreiberechtigung, um Tags zu vergeben. Auch die zusätzliche Möglichkeit hierarchische Metadaten Strukturen aufzubauen, ist für MOSS 2007 und SharePoint Foundation sehr nützlich. Unter SP 2010 Server stehen natürlich nun Managed Metadata zur Verfügung. ​
Mai 17
Willkommen im Blog!

Wenn Sie die Website verwenden möchten, klicken Sie unter Blogtools auf Beitrag erstellen.

Was ist ein Blog

Ein Blog ist eine Website, die Sie bei der Verwendung gemeinsam genutzter Informationen unterstützt, die sich auf einen bestimmten Themenbereich in der Form von Text, Bildern, Hyperlinks und anderen Medien (z. B. Videos) beziehen. Blogs können als Teamwebsites, Newswebsites, Journale, Tagebücher und vieles mehr verwendet werden.

Blogbeiträge bestehen normalerweise aus häufigen kurzen Beiträgen und werden in umgekehrter chronologischer Reihenfolge angezeigt (die neuesten Einträge zuerst). Blogs fördern die Interaktion von Websitebesuchern untereinander, weil Kommentare zu Beiträgen hinterlassen werden können.

Blogs können auch als Kommunikationswerkzeug für Teams verwendet werden. Halten Sie die Teammitglieder auf dem neuesten Stand, indem Sie einen zentralen Ort für Links und relevante Neuigkeiten zur Verfügung stellen.

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